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Beruf des Monats
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Oktober 2020: OrthopädietechnikerIn
Dieser Ausbildungsberuf gehört zu den Gesundheitsberufen. In diesem Beruf fertigst du für PatientInnen orthopädische Hilfsmittel an.

 

Aufgaben und Tätigkeiten

Orthopädietechnik umfasst alle medizinisch-technischen Heil- und Hilfsmittel, die zur Unterstützung bzw. Entlastung des menschlichen Bewegungs- und Stützapparates (Arme und Beine, Wirbelsäule usw.) dienen; sie kommt immer dann zum Einsatz, wenn Abweichungen infolge von Verletzungen oder Erkrankungen vorliegen (Fehlstellungen, Knochenbrüche, Lähmungen, Wirbelsäulenoperationen usw.) oder Gliedmaßen überhaupt fehlen und durch Prothesen ersetzt werden müssen. Es gibt in diesem Berufsfeld 3 Ausbildungsschwerpunkte, wobei in der Lehre zumindest zwei Schwerpunkte vermittelt werden müssen!

"Orthesentechnik":
Die wichtigsten Erzeugnisse der OrthopädietechnikerInnen - Orthesentechnik sind Schuheinlagen, Mieder, Bruchbänder, Leibbinden sowie die Auskleidungen und Fütterungen von Prothesen und Orthesen. Sie stellen diese Heil- und Hilfsmittel auf ärztliche Anweisung bzw. nach ärztlichen Rezepten oder Röntgenaufnahmen her. Zu ihren wichtigsten Dienstleistungen zählen die Beratung und Betreuung der KundInnen sowie Änderungs- und Reparaturarbeiten an den genannten Produkten.

"Prothesentechnik":
OrthopädietechnikerInnen in der Prothesentechnik arbeiten auf der Grundlage ärztlicher Anweisungen (Rezepte, Röntgenaufnahmen). Zuerst nehmen sie die Maße der KundInnen ab (z.B. Vermessen des Beinstumpfes und des gesunden Fußes bei Herstellung einer Unterschenkelprothese) und fertigen Skizzen sowie Gipsabdrücke für die Herstellung an (z.B. Gipsmodell eines Beinstumpfes). Neben der Herstellung gehören auch die Änderung sowie die Wartung und Reparatur von Prothesen zu den Aufgaben

"Rehabilitationstechnik":
In der Rehabilitationstechnik geht es vor allem um die Herstellung und Anpassung von Geräten und Gegenständen, die für die Rehabilitation, also für den Genesungsprozess nach Unfällen und Erkrankungen wichtig sind, z.B. Sitz- und Liegeschalen, Lagerungs- und Bettungshilfen für alle Körperregionen, Rehabilitations- und Therapiesysteme, Hilfen zum Stehen und Gehen und Rollstühle. In der Rehabilitationstechnik werden dabei im Wesentlichen die gleichen Techniken und Arbeitsmethoden wie in den anderen beiden Zweige der Orthopädietechnik angewandt.

Anforderungen an diesen Beruf

Handgeschicklichkeit für das präzise Anfertigen von Prothesen und Orthesen sowie Anpassen der Heilbehelfe und Zusammenbauen der einzelnen Teile in Kombination mit Fingerfertigkeiten und gutem Sehvermögen sind unumgänglich. Zudem benötigst du eine gute räumliche Vorstellungsfähigkeit für das Modellieren und Herstellen von Prothesen bzw. technisches Verständnis. Das Betreuen und Beraten der KundInnen und selbstständiges Arbeiten runden deine Tätigkeiten ab. Je nach Verletzungsgrad und zu betreuender Personengruppe benötigst du auch eine gewisse psychische Belastbarkeit für das Arbeiten mit unterschiedlich erkrankten Menschen.

Beschäftigungsmöglichkeiten#

OrthopädietechnikerInnen arbeiten vorwiegend in Klein- und Mittelbetrieben des Orthopädietechnikgewerbes. Diese Betriebe sind meist in städtischen Ballungszentren angesiedelt, da eine enge Zusammenarbeit mit Fachärzten und Krankenhäusern erforderlich ist. Einige OrthopädietechnikerInnen sind direkt in Rehabilitationszentren und Krankenhäusern tätig. Der Fachkräftebedarf der Branche ist wegen der geringen Zahl von Betrieben eher niedrig. Wer allerdings eine Lehrstelle gefunden hat, kann mit guten Berufsaussichten rechnen, denn üblicherweise bilden die Betriebe Lehrlinge nur nach Bedarf aus und beschäftigen sie nach Lehrabschluss weiter. Die meisten Lehrstellen gibt es meist in Wien und in Oberösterreich.

Einkommen

Das Einstiegsgehalt lt. Kollektivvertrag beträgt nach Vollendung der Ausbildungszeit und je nach gewähltem Ausbildungsschwerpunkt ab EUR 2.130,- brutto pro Monat.

Aktuelle Lehrstellenangebote und auch Stellenangebote findest du im AMS eJob-Room, der online Stellenvermittlung des AMS.


 Unser Tipp:

Der Arbeitsmarkttrend in diesem Berufsfeld ist gleichbleibend. Wähle die beiden am besten zu dir passenden Ausbildungsschwerpunkte und bilde dich auch laufend weiter. Meisterprüfungskurse kannst du beim WIFI absolvieren.

Du hast Lust auf diesen oder einen ähnlichen Beruf bekommen und möchtest noch mehr Informationen haben? Dann schau doch mal ins AMS Berufslexikon.

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