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FertigungsmesstechnikerInnen beherrschen die Mess- und Prüfverfahren, die in der industriellen Produktion Daten zur Qualitätskontrolle der Zwischen- und Endprodukte liefern. Je nach Art der produzierten Güter werden verschiedene Daten erhoben, vor allem geometrische Maße. Für das Abmessen von z.B. Länge, Breite, Durchmesser, Winkel oder Maßabweichungen usw. kommt eine Vielzahl an anspruchsvollen Mess- und Prüfmethoden zur Anwendung, die auch entsprechend ausgebildete Fachleute erforden.

Aufgaben und Tätigkeiten

Die Hauptaufgabe von FertigungsmesstechnikerInnen liegt in der Handhabung und Betreuung der verschiedenen Mess- und Kontrolleinrichtungen an den Maschinen/Anlagen. Das beginnt mit dem Auswählen und Festlegen der unterschiedlichen Mess-Strategien, Messverfahren und Messmittel, die immer wieder neu auf das jeweilige Produktionsprogramm abgestimmt werden müssen. Entsprechend sind auch die betriebsspezifischen Messprogramme laufend anzupassen oder neu zu erstellen. Die betrieblichen Messmittel (Messgeräte, Messvorrichtungen) müssen regelmäßig gewartet werden (Austausch schadhafter Teile, Reinigung); dazu gehört auch die Überprüfung der Messgenauigkeit und nötigenfalls die Nachjustierung der Geräte/Vorrichtungen (Beseitigung von Abweichungen). Bevor bestimmte Messungen durchgeführt werden können, muss vielfach das "Messgut", also die Zwischen- und Endprodukte des laufenden Produktionsprogramms, für den Messvorgang vorbereitet werden, beispielsweise durch Erhitzen oder durch mechanische Belastung.

Anforderungen an diesen Beruf

Eine gute Hand- und Fingergeschicklichkeit für das Einrichten und Einstellen der Messvorrichtungen ist vonnöten, um die Vorrichtungen gut bedienen zu können. Insbesondere auch körperliche Wendigkeit, falls du an schwer zugänglichen Stellen einer Messvorrichtung ran musst. Gutes Sehvermögen brauchst du, um exakt arbeiten zu können und um gering(st)e Normalabweichungen in den Werkstücken zu erkennen. Für das Anfertigen und Überprüfen von Skizzen, Zeichnungen, Plänen usw. sind deine räumliche Vorstellungskraft, mathematisch-rechnerische Fähigkeiten und auch logisch-analytisches Denken gefragt. Organisationstalent im Allgemeinen und technisches Verständnis im Speziellen benötigst du für das Festlegen und Durchführen von Arbeitsschritten und -methoden und auch deine rasche Reaktionsfähigkeit und selbstständige Arbeitsplanung ist gefragt, wenn es beispielsweise um Fehler in der Produktion geht, die du mit deinen Messungen erkannt hast.

Beschäftigungsmöglichkeiten

Als Ausbildungs- und Beschäftigungsbetriebe für diesen neuen Lehrberuf kommen im Grunde alle Betriebe mit automatisierter Fertigungs- oder Verfahrenstechnik in Frage, da hier durchwegs eine ständige Qualitätskontrolle und Steuerung der Produktion mittels Messtechnik erforderlich ist. Die wichtigsten Wirtschaftszweige in diesem Zusammenhang sind die Metallverarbeitung, die Automobilindustrie, die Kunststofftechnik, die chemischen Industrie und die Pharmaindustrie sowie die Lebensmittelindustrie. Teilweise kommen auch messtechnische Labors in Frage. Bei den Lehrstellen wird erwartet, dass in der Industrie in den nächsten Jahren insgesamt etwa 100 bis 150 Lehrstellen für diesen neuen Lehrberuf entstehen werden.

Der Arbeitsmarkttrend ist steigend, denn Fachkräfte sind gefragt. Sowohl Mädels als auch Burschen können diesen Beruf gut ausüben.

Aktuelle Stellenangebote - sowohl Lehrstellenangebote als auch dauerhafte Dienstverhältnisse - findest du im AMS eJob-Room, der online Stellenvermittlung des AMS.

Unser Tipp:

Der neue Lehrberuf "FertigungsmesstechnikerIn" mit den beiden Schwerpunkten "Produktmessung" und "Produktionssteuerung" kann ab 1. Juli 2020 erlernt werden. Er wird als befristeter Ausbildungsversuch geführt; der Eintritt in die Lehre ist bis 31. August 2027 möglich.

Du hast Lust auf diesen oder einen ähnlichen Beruf bekommen und möchtest noch mehr Informationen haben?
Dann schau doch mal ins AMS Berufslexikon.


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