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Juni 2020: Wärme-, Kälte-, Schall- und BrandschutztechnikerIn

Gleich vorweg ein Hinweis für dich: Der breit gefächerte Lehrberuf der Wärme-, Kälte-, Schall- und BrandschutztechnikerIn ersetzt seit 1. Juni 2017 den Lehrberuf "IsoliermonteurIn". Früher sagte man auch "Wärme-, Kälte- und SchallisoliererIn" zu diesem Beruf.

Aufgaben und Tätigkeiten

Wärme-, Kälte-, Schall- und BrandschutztechnikerInnen stellen Isolierungen zum Schutz gegen Wärmeverlust, gegen Erwärmung von Kühlvorrichtungen sowie gegen Lärm oder Feuer (Schallschutz, Brandschutz) her. Sie montieren und verkleiden die Isolierungen, die aus Dämmstoffen, Trockenelementen und Blechteilen bestehen, an Bauwerken (Wand-, Boden-, Decken- und Dachdämmungen, Brandschutztüren) sowie an Rohrleitungen und Anlagen (z.B. Wärmeisolierung in Kraftwerken, Raffinerien, Heizhäusern oder z.B. auch Kälteschutz an Kühlbehältern und Kühlzellen sowie Schallschutz in Rundfunkstationen, Konzerthallen, Industrie- und Verkehrsanlagen). Zu ihren Aufgaben gehört auch die Beratung der KundInnen über Isoliertechniken und Isoliermaterialien sowie über Energiesparmaßnahmen und gesetzliche Umweltschutzbestimmungen.

Anforderungen an diesen Beruf

Durch das Arbeiten auf Gerüsten und Leitern, teilweise auch an schwer zugänglichen Stellen, ist körperliche Wendigkeit und Gleichgewichtsgefühl gefragt. Für das Zuschneiden der Dämm-Materialien oder das Formen von Blechen benötigst du Handgeschicklichkeit und optimalerweise auch eine eher unempfindliche Haut, da du unter anderem Arbeiten mit Glas- und Steinwolle bzw. Kunststoffen durchführst. Sowohl technisches Verständnis für das Arbeiten mit verschiedenen Maschinen als auch räumliches Vorstellungsvermögen für das Arbeiten nach Plänen sind notwendig für deine meist selbstständige Arbeit. Organisationstalent und Teamarbeit für eine gute Zusammenarbeit auf z.B. einer Baustelle mit anderen Menschen ist von Vorteil.

Beschäftigungsmöglichkeiten

Wärme-, Kälte-, Schall- und BrandschutztechnikerInnen arbeiten vorwiegend in Klein- und Mittelbetrieben, in seltenen Fällen auch in Großbetrieben der Industrie verschiedener Branchen, wie z.B. in der Mineralölindustrie, Stahlindustrie oder Klimatechnik. Die Beschäftigungs- und Lehrbetriebe befinden sich in ganz Österreich. Die Zahl der Lehrlinge ist relativ stabil, nur Frauen sind in diesem Beruf, ebenso wie in anderen Bauberufen, statistisch gesehen eher weniger anzutreffen. Allerdings steigt der Frauenanteil auch in diesem Beruf leicht an.

Aktuelle Stellenangebote - sowohl Lehrstellenangebote als auch dauerhafte Dienstverhältnisse - findest du im AMS eJob-Room, der online Stellenvermittlung des AMS.

Das durchschnittliche Einstiegsgehalt liegt ab EUR 2.220,- brutto lt. Kollektivvertrag.

Unser Tipp:

Du hast in diesem Beruf sowohl verschiedene Aufstiegsmöglichkeiten, wie bspw. der Aufstieg zum/zur VorarbeiterIn (ObermonteurIn, PartieführerIn) oder zum/zur MontagemeisterIn und MontageleiterIn als auch die Möglichkeit der selbstständigen Berufsausübung (als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschäftsführerIn). Wir empfehlen dir, dich hinsichtlich neuer Materialien und Arbeitsverfahren ständig weiterzubilden. Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es beispielsweise im Berufsförderungsinstitut (bfi) oder beim Wirtschaftsförderungsinstitut (Wifi), die beide verschiedene Kurse anbieten.

Zur Erlangung eines höheren Bildungsabschlusses ist die Absolvierung der Werkmeisterschule für Berufstätige (Abendschule) in den Fachrichtungen "Bauwesen" und "Holztechnik" möglich.

Du hast Lust auf diesen oder einen ähnlichen Beruf bekommen und möchtest noch mehr Informationen haben?
Dann schau doch mal ins AMS Berufslexikon.

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