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März 2019: PolizistIn (Exekutivbeamtin, -beamter)
Von den Aufgaben der Polizei haben wir alle ein grundlegendes Bild im Kopf – sie sorgt für Recht und Ordnung. Was aber gehört tatsächlich zu den Tätigkeiten einer Polizistin oder eines Polizisten? Und wie wird man eigentlich Polizistin oder Polizist? Welche Voraussetzungen muss man erfüllen?

Haupttätigkeit

Bei Polizistin bzw. Polizist handelt es sich um ein sehr umfangreiches und abwechslungsreiches Berufsbild. Helfen, schützen, ermitteln und „das Recht“ vertreten sind dabei die zentralen Punkte. Die Polizei sorgt für die öffentliche Sicherheit. Damit ist gemeint, dass sie Gefahren abwehrt und die Bürgerinnen und Bürger – also uns alle – schützt. Des Weiteren verfolgt sie strafbare Handlungen und nimmt Menschen, die solche begangen haben, fest. Finden große öffentliche Veranstaltungen statt, sichert die Polizei die Umgebung und sorgt für Ruhe und Ordnung. Ein weiterer wichtiger Aufgabenbereich der Polizei ist die Überwachung des Verkehrs. Sie regelt Kreuzungen, wenn eine Ampel ausfällt, sperrt Straßen bei Gefahr und leitet den Verkehr um und kontrolliert Fahrzeuge und Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer. Passiert ein Verkehrsunfall, bei dem Menschen zu Schaden kommen, ist die Polizei zur Stelle um zu helfen, die Unfallstelle zu sichern und den Unfallhergang zu dokumentieren.

Ausbildung

Die Grundausbildung für Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte erfolgt theoretisch in Form von Unterricht und praktisch in Begleitung von erfahrenen Exekutivbeamtinnen und Exekutivbeamten. Es gibt derzeit elf (im Laufe des Jahres 2019 wird voraussichtlich ein zwölfter hinzukommen) Standorte der „Sicherheitsakademie“, an denen die theoretische Ausbildung erfolgt. Es gibt in jedem Bundesland zumindest einen Standort, sodass die Ausbildung möglichst vielen Menschen ohne allzu große Anfahrtswegen zugänglich ist. Die Grundausbildung dauert 24 Monate und schließt mit einer sogenannten Dienstprüfung ab.

Nach einer gewissen Dienstzeit auf einer Polizeiinspektion steht die Tür für Weiterbildungen offen, um auch in anderen Tätigkeitsfeldern der Polizei arbeiten zu können. Die Möglichkeiten reichen hier von der Kriminalpolizei, über Verkehrsabteilungen oder Diensthundeabteilung bis hin zu Spezialeinheiten wie der COBRA. Auch das Fachhochschul-Studium „Polizeiliche Führung“ steht interessierten und geeigneten Polizistinnen und Polizisten offen, die eine Führungsposition anstreben.

Eignung

Der Polizeiberuf setzt einige Anforderungen voraus. Kommunikationsfähigkeit und eine hohe soziale Kompetenz sind unerlässlich, da der Arbeitsalltag von Polizistinnen und Polizisten durch ständigen Kontakt zu vielen unterschiedlichen Menschen geprägt ist. Die Polizei wird oftmals auch zu Konflikten gerufen, darum sind Problemlösungskompetenz, psychische Belastbarkeit und Konfliktfähigkeit wichtige Eigenschaften, die eine Polizistin oder ein Polizist mitbringen sollte. Auch ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein ist unerlässlich, da Polizistinnen und Polizisten mit vielen Machtbefugnissen ausgestattet sind. Physische Ausdauer und körperliche Belastbarkeit sind ein zusätzlicher Vorteil, weil Polizeidienste oftmals auch lange dauern und anstrengend sein können.

Wie alle Berufe ist auch das Berufsbild Polizei gleich gut für Frauen und Männer geeignet.

Aufnahmeverfahren

Wer Polizist oder Polizistin werden möchte, muss sich einem Aufnahmeverfahren unterziehen bei dem festgestellt wird, ob man dafür geeignet ist, Polizistin oder Polizist zu werden. Vorab gibt es aber schon ein paar Grundvoraussetzungen, die man erfüllen muss, um für das Aufnahmeverfahren zugelassen zu werden:
• Österreichische Staatsbürgerschaft
• Volle Handlungsfähigkeit (darunter versteht man ein an Rechte und Pflichten gebundes Handeln und Verhalten)
• Einwandfreier Leumund (man darf noch nicht gröber mit dem Gesetz in Konflikt geraten sein)
• Mindestalter von 18 Jahren
• Vollständig abgeleisteter Präsenzdienst bzw. Zivildienst (bei Untauglichkeit muss dargelegt werden, warum man untauglich für den Präsenzdienst bzw. Zivildienst war)
• Führerschein der Klasse B (also für einen PKW)
• Verschiedene ärztliche Befunde

Sind alle diese Voraussetzungen gegeben, darf man sich dem Aufnahmeverfahren unterziehen. Dieses besteht aus mehreren Teilen:
• Schriftlicher Aufnahmetest
• Aufnahmegespräch
• Ärztliche Untersuchung
• Sportmotorischer Leistungstest

Wer dieses Aufnahmeverfahren positiv bestanden hat, darf sich der zweijährigen Grundausbildung unterziehen.

Einkommen

Das Einkommen im ersten Ausbildungsjahr beträgt ca. 1.690,- Euro brutto, das im zweiten Ausbildungsjahr ca. 2.090,- Euro brutto (während der theoretischen Lehrgangsabschnitte) bzw. ca. 2.270,- Euro brutto (während der praktischen Lehrgangsabschnitte). Nach Abschluss der Grundausbildung setzt sich das Gehalt aus einem Monatsgehalt und regelmäßigen Zulagen zusammen.
 
Unser Tipp

Solltest Du Dich für den Beruf Polizistin bzw. Polizist interessieren, dann arbeite an Deiner Rechtschreibung und auch an Deinen sportlichen Fähigkeiten – beides ist sehr wichtig. Die Polizei macht kein Geheimnis aus den Anfordungen, die an Kandidatinnen und Kandidaten gestellt werden. Du kannst Dich darüber sehr umfangreich und detailliert im Internet informieren. Die Polizei ist auch regelmäßig auf vielen Berufsinfomessen in ganz Österreich vertreten, um über das Berufsbild Polizistin bzw. Polizist zu informieren. Geh hin!

Du hast Lust auf diesen Beruf bekommen und möchtest einen Einblick in die Arbeit der Polizei erhalten? Dann schau dir dieses Berufsvideo - Polizei an.


Hast du noch Fragen oder interessierst du dich für einen anderen Beruf?
Dann schau einfach in das AMS-Berufslexikon.

 

 

 

 

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