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Praktika
Praktika bieten die Chance, sich früh beruflich orientieren zu können. Du hast die Möglichkeit, erste Berufserfahrungen zu sammeln und bereits gelernte Theorie in der Praxis anzuwenden. Der Idealfall besteht aus Geben und Nehmen, denn das Unternehmen profitiert von jungen, neuen Ideen und PraktikantInnen sammeln Erfahrung und haben vielleicht schon den Fuß in der Tür des zukünftigen Arbeitgebers. Ein Praktikum ersetzt allerdings keine Berufsausbildung!


Als StudentIn hast du zahlreiche Möglichkeiten:

  • Auslandspraktikum 
  • Firmenpraktikum in Europa im Rahmen des EU-Programmes Leonardo da Vinci
  • Vermittlung zu Praktika über Studierendenorganisationen (AIESEC, IAESTE, ELSA)
  • EU-Praktikum
  • UNO-Praktikum
  • Fremdsprachenassistenz

Folgende Kriterien sollten bei einem Praktikum erfüllt sein:

  • Vertragsabschluss (in dem Dauer, Lernziele des Praktikums, Betreuer/in, Vergütung, Zugriff auf einen Arbeitsplatz, Urlaub, Krankheitsregelungen vereinbart werden)
  • Informationen zu Rechten (z.B. Zuständigkeiten des Betriebsrates, Arbeits- und Ruhezeiten) und Pflichten (z.B. Verschwiegenheit, Weisungsgebundenheit)
  • Leistungsgerechte Vergütung, mit Ausnahme von Schülerpraktika
  • Praktikumsdauer in der Regel drei, maximal sechs Monate
  • PraktikantInnen erhalten eine fundierte Einführung und lernen im Laufe des Praktikums mehrere Aufgabenbereiche kennen
  • Ein/e Betreuer/in steht zur Seite
  • Weiterbildungsmaßnahmen werden angeboten (z.B. Workshops, Kurz-Seminare)
  • Zeugnisausstellung nach Praktikumsende (enthalten sein müssen Art, Dauer, Inhalt und Ziel der Ausbildung, erworbene Fertigkeiten und Kenntnisse. Auf Verlangen des/der Praktikanten/in sind auch Angaben über besondere fachliche Fertigkeiten aufzunehmen)
  • Beurteilung nach Halbzeit (bestehen Aussichten auf eine Übernahme in das Unternehmen etc.)

 

Detaillierte Informationen erhältst du auch bei verschiedenen Organisationen/Institutionen (Beachte, dass manche Agenturen/Organisationen Vermittlungsgebühren verlangen!):

  • Bundeskanzleramt, EU JOB Information
  • Info Point Europa des Landes OÖ
  • EUROPASS (für Praktika in einem EWR-Land)
  • Office of Science and Technology, Österr. Botschaft, Washington, DC, USA
  • www.jugendinfo.at/
  • WKÖ: Volontärseinsätze an einer Außenhandelsstelle
  • Council on International Educational Exchange
  • EU-Programm "Vulcanus in Japan": 4 Monate Sprachkurs und 8 Monate Praktikum in Japan
  • European Job Mobility Portal
  • Praktikum bei BNP Paribas, Paris als Sales Assistant im Bereich Aktienderivate
  • KOPRA - International Internship Platform
  • Centre d'Information et d'Orientation (CIO): Stages en France
  • Fondazione Rui: Stage in Italia
  • Du suchst ein Praktikum im Ausland? Versuchs mal unter http://www.praxisnet.at/

Stell dir ein paar wichtige Fragen:

Wozu ein Praktikum?
Weißt du noch nicht, welchen Berufsweg du nach dem Studium einschlagen sollst? Dann kannst du durch ein Praktikum herausfinden, welche Tätigkeitsfelder deinen Fähigkeiten und Neigungen entsprechen. Wenn du noch nicht weißt, welche Studienschwerpunkte du wählen sollst, kann ein Praktikum Anregungen dafür liefern. Du kannst neue, berufspraktische Kenntnisse erwerben und Kontakte für den Berufseinstieg knüpfen. Auch wenn du dir nicht vorstellen kannst, in deinem Praktikumsbetrieb zu arbeiten, hast du erste Berufserfahrung gesammelt, durch die sich deine Chancen bei der Bewerbung um eine erste Stelle verbessern. 

Wie finanziere ich mein Praktikum?
Viele Praktika sind unbezahlt. Wenn du regelmäßig neben deinem Studium arbeitest, wirst du deinen Job wahrscheinlich nicht für die Zeit eines Praktikums unterbrechen können. Die meisten Praktika sind auf ganztägige Beschäftigung angelegt. Ein Vollzeit-Praktikum und ein Job lassen sich nur schwer gleichzeitig bewältigen. Wenn du unbedingt Geld verdienen musst, konzentriere dich bei der Suche auf bezahlte Praktika. Durch ein Praktikum kann sich die Möglichkeit ergeben, im Anschluss daran studienbegleitend zu arbeiten, um dadurch das weitere Studium zu finanzieren. 

Wie lange sollte ein Praktikum dauern?
In der Regel drei bis maximal sechs Monate. In den Semesterferien kannst du dein Praktikum besser ins Studium einplanen. Oft reichen sechs bis acht Wochen aus, um einen Einblick in ein Tätigkeitsfeld zu bekommen. Kürzer sollte ein Praktikum nicht sein - auch weil es dann bei späteren Bewerbungen nicht als Praxiserfahrung berücksichtigt wird. Du solltest aber nicht versuchen, parallel zu einem ganztägigen Praktikum eine Hausarbeit zu schreiben, da dir sonst die Erholungszeit am Abend oder am Wochenende verloren geht. 

Wie bewirbt man sich um ein Praktikum?
Ob du dich telefonisch oder schriftlich bewirbst - früher oder später möchte jemand deine Bewerbungsunterlagen sehen. Die Bewerbungsunterlagen bestehen aus einem Anschreiben, einem Lebenslauf und eventuell einem Foto, Zeugniskopien und Kopien von bereits absolvierten Praktika. Für eine übersichtliche Bewerbung sind Mappen gut geeignet. Das Anschreiben wird lose auf die Mappe gelegt und so in den Umschlag verpackt. Sollte das Unternehmen vier Wochen nach Absendung deiner Bewerbung noch nicht reagiert haben, kannst du telefonisch nachfassen.

Lebenslauf
Üblich ist ein chronologischer Lebenslauf in tabellarischer Form. Diese Angaben gehören hinein: 

  • Persönliche Daten (Name, Anschrift, Geburtsdatum und -ort)
  • Daten über deine Schulausbildung (Jahreszahlen, Namen und Orte deiner Schulen, Abschlüsse)
  • Angaben zu deinem Studium (seit wann, wo, welche Fächer)
  • Bereits vorhandene Praxiserfahrungen (wann und in welchem Unternehmen/in welchem Bereich/welcher Abteilung)
  • Kenntnisse und Fertigkeiten (gib an, wie gut du dich jeweils z.B. in der EDV, Fremdsprachen etc. auskennst)
  • Sonstige Aktivitäten (wie ehrenamtliche Mitarbeit in einem Verein etc.)
  • Foto, rechts oben aufgeklebt (empfehlenswert)
  • Abschließend Ort, Datum und Unterschrift


Bewerbungsschreiben
Das Bewerbungsschreiben sollte nicht länger als eine Seite sein und folgendes enthalten:

  • Name, Adresse, Telefonnummer, eventuell Email-Adresse
  • Name und Adresse Empfänger
  • Ort und Datum 
  • Betreff (z.B. "Praktikum in Ihrem Unternehmen")
  • Anrede (z.B. "Sehr geehrte Frau Müller,")
  • Bewerbungstext (Nütze den Text für eine Begründung, warum du passend für diese Praktikumsstelle bist. Fragen wie "Warum möchtest du in diesem Unternehmen/diesem Bereich arbeiten", "Wie lange willst du das Praktikum machen", "Welche Kenntnisse würdest du gerne erwerben", "Welche Tätigkeiten möchtest du ausführen", "Welche Vorkenntnisse bringst du mit, die für die Praktikumsarbeit sinnvoll sind" sollten beantwortet werden)
  • Grußformel ("Mit freundlichen Grüßen")
  • Unterschrift
  • Hinweis auf Anlagen ("Anlagen"; Maturazeugnis, Bescheinigungen über Kenntnisse und Fertigkeiten, die du im Lebenslauf erwähnst, Kopien von bisherigen Jobs und Praktika, Auszüge aus deinen Arbeiten, wie von dir verfasste Artikel, etc.)
  • Foto (üblicherweise rechts oben, auf jeden Fall ein professionelles Foto!)

Was tun, wenn die Bewerbung erfolgreich war?
Melde dich beim Unternehmen und vereinbare einen Termin für ein Zielvereinbarungsgespräch. Kläre Dauer und Beginn/Ende des Praktikums, deine Arbeitszeiten, die Bezahlung (Praktika sind teilweise unbezahlt; deinen Wissensvorsprung kann dir jedoch niemand mehr nehmen!), eine für Fragen zur Verfügung stehende Betreuungsperson, deine eigene Handlungsbefugnis etc. ab. Vereinbarungen sollten schriftlich festgehalten werden. In diesem Praktikumsvertrag brauchen nicht alle Details geregelt sein, vorteilhaft ist jedoch auch die Angabe über die Höhe der Vergütung.

Was tun, wenn Probleme während des Praktikums auftauchen?
Trotz Vereinbarungen im Zielvereinbarungsgespräch, kann es vorkommen, dass ein Praktikum nicht deinen Erwartungen entspricht (Ausführung von Hilfstätigkeiten). Da ein Praktikum dazu da ist, um etwas zu lernen, solltest du in einem solchen Fall deine Betreuungsperson bitten, dir auch Tätigkeiten zu übertragen, bei denen du etwas lernen kannst. Auch Probleme im Team oder Überforderung durch die übertragenen Aufgaben sollten mit deiner Betreuungsperson besprochen werden. Wenn sich die Probleme nicht lösen lassen und du im Praktikum überhaupt keine sinnvollen Erfahrungen sammeln kannst, solltest du dir überlegen, es vorzeitig zu beenden.

Was tun am Ende des Praktikums?
Lass dir ein Zeugnis ausstellen, damit du deine beruflichen Erfahrungen in späteren Bewerbungen nachweisen kannst. Ein Zeugnis muss nicht ausgestellt werden, frage danach. Notiere dir Tätigkeiten, die du während deinem Praktikum durchgeführt hast und lege es vor. Im Praktikumzeugnis müssen formale Vorgaben (offizielles Briefpapier, Kennzeichnung "Praktikumzeugnis" oder "Zeugnis") sowie inhaltliche Punkte (dein Name, dein Geburtsdatum, Zeitraum des Praktikums, dein Einsatzbereich (z.B. Name der Abteilung) und dein Aufgabenbereich aufscheinen. Auf ein solches "einfaches Zeugnis" hast du in jedem Fall Anspruch. Du kannst auch um ein "qualifiziertes Zeugnis" bitten, das zusätzlich eine Leistungsbeurteilung enthält. Darin dürfen keine unmittelbar negativen Aussagen über dich enthalten sein.  

Wie schreibt man einen Praktikumsbericht?
Diese Frage stellt sich für alle, die ein Pflichtpraktikum im Rahmen ihrer Ausbildung absolvieren müssen. Tipp: Mach dir während des Praktikums regelmäßig Notizen deiner Aufgaben, dann tust du dir leichter, einen ausführlichen Bericht zu schreiben. Dieser Bericht soll  nach Absolvierung des Praktikums zur Benotung abgegeben werden.

Was muss im Bericht enthalten sein?
In der Einleitung steht Dauer und Ort des Praktikums, der Name des Unternehmens/der Institution, deine Erwartungen und warum du dich für dieses Unternehmen entschieden hast/welches Tätigkeitsfeld zu kennenlernen wolltest.
Danach können Informationen zum Unternehmen gegeben werden (z.B. Branche, Ort, Filialen, Unternehmensgründung, Produkte, die das Unternehmen herstellt, Anzahl der MitarbeiterInnen etc.). In größeren Unternehmen gibt es Infomaterialien, die zur Beantwortung dieser Fragen sehr hilfreich sein können. Weitere Infos findest du auch auf Firmenwebseiten. Bei kleineren Unternehmen kannst du deine Betreuungsperson fragen.
Im Hauptteil beschreibst du dein Tätigkeitsfeld - schildere die Aufgaben, die du erledigt hast. Du kannst auch ein bestimmtes Verfahren, das du bearbeitet hast, beschreiben. Skizzen, Grafiken und Fotos zur Veranschaulichung werten deinen Bericht weiter auf. Geh auch auf die Zusammenarbeit mit anderen MitarbeiterInnen ein.
Am Schluss kannst du Bilanz ziehen: Was hat dir das Praktikum gebracht, was hat dir gut/weniger gut gefallen. Welche Kenntnisse und Fertigkeiten konntest du aus deinem Studium anwenden. Bzw. hast du einen realistischen Einblick in deinen angestrebten Beruf gewinnen können. Sind deine Erwartungen erfüllt worden und hat sich dein Berufswunsch bestätigt. Oder hat dich das Praktikum dazu bewogen, eher einen anderen Bereich/Beruf anzustreben?

Schreibe sachlich, verwende ganze Sätze, gestalte den Bericht formal.  Es ist auch ratsam, sich nach der Vorgabe von LehrerInnen oder der Hochschule zu richten (bestimmte Schriftgrößen, Seitenränder, Umfang des Berichts etc. sollen eingehalten werden).


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