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Beruf des Monats

April 2010: GärtnerfacharbeiterIn
(GartenfacharbeiterIn, GärtnereifacharbeiterIn, GärtnerIn)

 

Haupttätigkeit:
GärtnerfacharbeiterInnen bauen in Gärtnereibetrieben Gemüse und Zierpflanzen an und pflegen die Pflanzenkulturen. Ihre Produkte verkaufen sie an Großhändler oder bieten sie selbst auf Märkten an. Sie arbeiten auch in sogenannten Baumschulen, wo sie mit dem Anbau und der Pflege von Jung- und Obstbäumen und Strauchkulturen befasst sind. Weiters legen sie auch kleinere Grünflächen in Parks und Gärten an und sorgen hier für die Pflege der Pflanzen. An geschädigten Bäumen und Hecken führen sie entsprechende Sanierungsmaßnahmen durch. Mitunter gestalten sie auch Innenräume (z.B. in öffentlichen Gebäuden) mit Zierpflanzen.

Die GärtnerfacharbeiterInnen legen die Pflanzenkulturen entweder auf Freilandflächen oder in Glashäusern an. Sie pflegen die Kulturen durch Düngung, Bewässerung und Unkraut- bzw. Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen. Die ausgewachsenen Pflanzen ernten sie entweder händisch oder mit speziellen Erntemaschinen, lagern sie ein oder verkaufen sie an Großhändler bzw. an die EndverbraucherInnen.

Gemüse- und Zierpflanzen werden vielfach in Glashäusern gezogen, um während des gesamten Jahres frische Pflanzen anbieten zu können. Bei der Aufzucht von Zierblumen im Glashaus beginnen die GärtnerfacharbeiterInnen bereits während des Winters mit der Aussaat der Samen. Hiezu füllen sie Saatkistchen mit Erde, die durch Nährstoffe angereichert wurde, und verteilen die Samen gleichmäßig auf der Oberfläche. Sie decken die Samen mit einer dünnen Schicht gesiebter Erde ab und befeuchten diese. Nachdem die Pflanzen gekeimt sind, setzen sie die Keimlinge um ("Pikieren"), wozu sie ein mit Erde gefülltes Pikierkistchen verwenden. Sie stechen in die Oberfläche kleine Löcher, in die sie die Keimlinge einsetzen. Die Jungpflanzen pflegen sie durch regelmäßiges Auflockern der Erde, durch Bewässern und durch Ausjäten des Unkrauts. Die Lichteinwirkung regeln sie durch Abdecken der Beete mit Folien oder Schilfmatten.

Nach einem Zeitraum von etwa vier Wochen setzen sie die herangewachsenen Jungpflanzen in Mistbeete um, die sich im Freien befinden. Mistbeete sind Kästen, die mit Stallmist und Erde gefüllt und mit Glasfenstern abgedeckt werden, um die Verrottungswärme im Inneren zu erhalten. Die Mistbeete müssen regelmäßig bewässert und bei günstiger Witterung abgedeckt werden, um die Belüftung der Pflanzen zu gewährleisten und sie an die normalen Witterungsbedingungen zu gewöhnen. Nachdem die Pflanzen eine bestimmte Größe erreicht haben, werden sie entweder ins Freiland ausgesetzt oder bereits zur Bepflanzung von Grünanlagen verwendet bzw. verkauft.

Neben den gärtnerischen Tätigkeiten ist es auch Aufgabe der GärtnerfacharbeiterInnen, Instandhaltungs- und Reparaturarbeiten an den verwendeten Werkzeugen und Geräten sowie an den Bewässerungs- und Beheizungsanlagen des Glashauses durchzuführen.

 

Beschäftigungsmöglichkeiten:
GärtnerfacharbeiterInnen arbeiten in Gärtnereibetrieben, in Baumschulen, in öffentlichen und privaten Garten- und Parkanlagen oder in Glashäusern. Beschäftigung findet sich vor allem in den Klein-, Mittel- und Großbetrieben des Gärtnergewerbes, teilweise aber auch z. B. in Bundes- und Stadtgärten, Botanischen Gärten und in Versuchs- und Forschungsanstalten. Der wachsende Bedarf an Pflanzen für den Umweltschutz könnte diesem Beruf neue Perspektiven in ökologischer Hinsicht eröffnen.

Dieser Beruf steht Frauen und Männern gleichermaßen offen. Der Lehrberuf wird relativ häufig erlernt, zur Zeit sind etwa zwei Drittel der Lehrlinge Mädchen.
Teilweise unterliegt die Nachfrage nach GärtnerfacharbeiterInnen auch saisonbedingten Schwankungen, da in manchen Betrieben in der warmen Jahreszeit (Frühling, Sommer, Herbstbeginn) mehr Arbeit anfällt.

Einkommen:
Das durchschnittliche Gehalt für Berufseinsteiger beträgt zwischen Euro 1.170 bis 1.300 brutto pro Monat.

Arbeitsumfeld:
Außenarbeit, Ständiges Gehen und Stehen, Umgang mit Chemikalien

 

Fachliche und persönliche Anforderungen:
Dekorationskenntnisse

Gartenbau-Kenntnisse, insbesondere Baumpflege, Blumenbau (Schnittblumenzucht), Obstbau, Gemüsebau, Aufzucht von Ziergehölzen, Floristik, Gärtnerei (Bodenaufbereitung, Glashausbewirtschaftung), Biogartenbau, Baumschule

KundInnenbetreuungskenntnisse, insbesondere Fachberatung

Verkäuferische Kenntnisse, insbesondere Gestalten einer verkaufsgerechten Warenpräsentation, Einzelhandel (Blumen/Pflanzen-Verkauf)

Überfachliche Anforderungen: Körperliche Belastbarkeit und Ästhetisches Gefühl

 

Unser Tipp:
Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten bieten z.B.:

BMS - Landwirtschaft:
Gärtnerische Fachschule Ritzlhof, Gärtnerische Handelsschule, Landwirtschaftliche Fachschule, Fachrichtung Gartenbau, Landwirtschaftliche Fachschule, Fachrichtung Gartenbau

Lehre:
Gartenbau

Vergleichbare Schulen:
Höhere Lehranstalt für Gartenbau (Ausbildungszweige "Garten- und Landschaftspflege" oder "Erwerbsgartenbau"
Weitere Infos zu diesem Beruf findest du im AMS-Berufslexikon.
Hast du noch Fragen oder interessierst du dich für einen anderen Traumberuf?
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